Museen

Es gibt in Chemnitz kein Museum, das die Kriterien von Barrierefreiheit auch nur annähernd erfüllt. Es ist uns noch nicht passiert, dass ein Chemnitzer Museum die Anfrage nach einer speziellen Führung für Blinde und Sehbehinderte ablehnt. Aber bisweilen unterschieden sich solche Führungen nicht erkennbar von normalen Führungen. Dass es auch anders gehen könnte, zeigten einige Führungen und Ausstellungen, die es in der Vergangenheit gab. Aber das Angebot von speziellen Führungen, ist nicht ausreichend, um den Ansprüchen der UN-Behindertenrechtkonvention zu genügen und das Bundesgleichstellungsgesetz umzusetzen.

Was aus unserer Sicht zu einem barrierefreien Museum gehört, zeigt die Broschüre "Barrierefreie Museen" (PDF). Weitere Informationen liefert die Broschüre "Das inklusive Museum. Ein Leitfaden zu Barrierefreiheit und Inklusion".

Wie Führungen aussehen sollten, zeigen die DBSV-Empfehlungen für Gästeführungen (PDF).

Wie Objektbeschreibungen aussehen sollten, findet sich in den Empfehlungen für Reise- und GästeführerInnen zur Objektbeschreibung für blinde und sehbehinderte Gäste (PDF).

Außerdem gibt es eine Checkliste zur Konzeption und Gestaltung von barrierefreien Ausstellungen.

Um die Barrierefreiheit von Museen und Ausstellungen zu verbessern wurden bisher andernorts in Museen folgende Maßnahmen ergriffen:

  • Leitlinien in den Ausstellungsräumen
  • taktile Raumpläne, Raumpläne in Großschrift
  • Katalog in Punktschrift
  • Tastbare und riechbare Objekte an bestimmten Stellen der Ausstellung, zum Beispiel spezielle Büsten oder bekleidete Schaufensterpuppen, als Relief nachgebildete Gemälde
  • Audioguides
  • spezielle Führungen für Blinde und Sehbehinderte
  • Führungen durch Blinde und Sehbehinderte