Lego goes Blind

Mittwoch, 28. Januar 2015

Legoroboter scheinen was für uns Blinde zu sein. Gab es 2014 eine Konferenz auf der die Blista Marburg gezeigt hat, wie man Lego-Roboter nutzen kann, um blinden Schülern das Programmieren zu lehren, so spukt seit Ende 2014 ein durch einen 13-Jährigen zum Punktschriftdrucker umgebauter Legotoboter durch den Blätterwald. Erstaunlicherweise spielt er in den Medien der Selbsthilfe keine Rolle, so dass man sich fragen muss warum ist das so, wenn doch ein billiger Roboter auf den Markt kommen soll und sogar Intel das mit einer ungenannten Summe unterstützt. (Die Journalisten verwechseln übrigens regelmäßig die Materialkosten des Druckers mit dem möglichen Verkaufspreis.) Es ist schwer sich von dem Drucker ein Bild zu machen. Aber eines wird deutlich, es wird eine ganz normale Kassenrolle bedruckt. Damit ist klar, dass das Druckergebnis kaum zu lesen sein kann. Das eklärt auch, warum man auf den Bildern, auf den Druckergebnissen - selbst dann, wenn sie stolz in die Kamera gehalten werden - keine Punktschriftpunkte sieht. Einige Zeitungen haben dann auch gleich Punktschrift abgebildet, die mit anderen Druckern produziert wurden, erkennbar an dem anderen Papierformat und der anderen Papierqualität.