Arztpraxen

Viele Blinde und Sehbehinderte gehen seltener zum Arzt als andere Menschen. Das hat negative Auswirkungen auf die Gesundheit und liegt vor allem an den Barrieren. Dazu gehören neben Barrieren auf dem Weg zur Praxis und die Schwierigkeiten einen Begleiter zu finden auch zahlreiche Barrieren in den Arztpraxen. Barrierefrei ist eine Arztpraxis nur dann, wenn sie ein blinder oder sehbehinderter Mensch auch ohne Begleiter aufsuchen kann und es beim Praxisbesuch keine Schwierigkeiten gibt, die sich aus seiner Blindheit oder Sehbehinderung ergeben.

Bei vielen Arztpraxen haben wir es sowohl mit baulichen Barrieren als auch mit Barrieren im Umgang mit blinden und sehbehinderten Patienten zu tun. Manchmal, zum Beispiel beim Gleichgewichtstest, versagen auch die üblichen Untersuchungsmethoden.

Die Kreisorganisation Nordhausen des Thüringer Blinden- und Sehbehindertenverbandes. hat Tipps für den Umgang mit Patienten formuliert.

Arztpraxen sind öffentliche Einrichtungen. Daher gelten für sie die Empfehlungen für solche Einrichtungen sinngemäß.

Es gibt außerdem ein Praxis-Tool zur Barrierefreiheit von Arztpraxen.

In Niedersachsen gab es im Rahmen einer angestrebten Zielvereinbarung ein Projekt zur Barrierefreiheit von Arztpraxen, das so oder so ähnlich auch für Chemnitz bzw. Sachsen anstrebenswert ist.

Zu einer barrierefreien Arztpraxis gehört auch, dass Formulare, Internet-Seiten, Informationen, Pläne und Aufrufsysteme zugänglich sind. Informationen zu diesem Thema finden Sie in der Broschüre "Klartext" (PDF).